Die besondere Herausforderung bei −40 °C

Plasma-Lagerschränke in Blutbanken und Krankenhäusern gehören zu den anspruchsvollsten Geräten im medizinischen Kühlbereich. Der Sollwert von −40 °C liegt nahe an der Grenze technisch stabiler Kompressorsysteme. Die engen Alarmgrenzen – Hi −30 °C, Low −45 °C – lassen wenig Spielraum.

Gleichzeitig ist Plasma ein irreversibler Verlust, wenn die Kühlkette unterbrochen wird. Gespendetes Plasma, das aufgetaut und wieder eingefroren wird, verliert Gerinnungsfaktoren – es kann nicht mehr therapeutisch eingesetzt werden. Ein einziger Hochalarm mit unsachgemäßer Bewertung kann eine ganze Charge kompromittieren.

Heißgas-Abtauung bei −40 °C: Enge Toleranzen

Die Heißgas-Abtauung bei −40 °C erzeugt einen Temperaturhub von typischerweise 8 bis 14 °C. Das bedeutet: Die Innentemperatur steigt von −40 °C auf −32 bis −26 °C. Die Alarmgrenze Hi liegt bei −30 °C. Der Spielraum ist minimal. Eine Türöffnung während der Abtauung – auch nur 25 Sekunden – kann diesen Spielraum aufbrauchen.

Was ThermoProtect PCM für Blutbank-Anwendungen leistet

ThermoProtect ist für Temperaturbereiche bis −42 °C geprüft – damit deckt es den Bereich der Plasma-Lagerschränke ab. Die proprietäre Betauungsschutz-Auslegung ist bei diesen Temperaturen besonders wichtig: Ohne korrekte Konfiguration würde das PCM-Modul bei jeder Abtauung selbst vereisen und die Isolierungseigenschaften des Geräts verschlechtern.

Mit korrekter Konfiguration dämpft das Modul den Abtauhub um 30–50 % und vergrößert damit den Abstand zur Alarmgrenze erheblich. In der Praxis bedeutet das: Abtauung und Türöffnung können zusammenfallen, ohne die Alarmgrenze Hi −30 °C zu erreichen.

Ergebnisse im direkten Vergleich

Ohne PCM
Mit ThermoProtect
Sollwert / Alarmgrenzen
−40 °C / Hi −30 / Lo −45
−40 °C / Hi −30 / Lo −45
Abtauung allein – Peak
−31,2 °C – knapp unter Alarm
−34,8 °C – sicherer Puffer
Abtauung + Türöffnung
−27,6 °C – Hochalarm
−32,1 °C – kein Alarm
Erholungszeit nach Abtauung
> 25 min
< 7 min
Plasma-Charge gefährdet
Ja – Bewertung erforderlich
Nein – keine Abweichung

Live-Simulation

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Beide Simulationen modellieren dasselbe Gerät – einmal ohne, einmal mit ThermoProtect PCM. Umgebungstemperatur +22 °C. Automatischer Neustart.

Ohne PCM Blutbank Plasma-Lagerschrank −40 °C · Heißgas-Abtauung · Hi −30 °C / Lo −45 °C

Blutbank Plasma-Lagerschrank −40 °C · Heißgas-Abtauung · Hi −30 °C / Lo −45 °C

Was du siehst: Abtauung allein treibt die Temperatur auf −31,2 °C – knapp unter dem Hochalarm −30 °C. Mit Türöffnung: −27,6 °C – Alarm, GDP-Ereignis, Plasma-Charge muss bewertet werden.
Mit ThermoProtect Derselbe Plasma-Lagerschrank mit ThermoProtect · PCM schützt Plasma-Charge

Derselbe Plasma-Lagerschrank mit ThermoProtect · PCM schützt Plasma-Charge

Was du siehst: PCM dämpft den Abtauhub auf −34,8 °C. Mit Türöffnung: −32,1 °C – deutlich unter dem Alarm. Plasma-Charge unbeschädigt, kein GDP-Ereignis.

Regulatorische Anforderungen an Plasma-Lagerung

Blutplasma unterliegt in Österreich und Deutschland den Anforderungen des Arzneimittelgesetzes (AMG) und der EDQM-Leitlinien zur Blutkomponentenherstellung. Die Lagertemperatur für gefrorenes Frischplasma (FFP) ist auf maximal −25 °C festgelegt, für bestimmte Produkte auf −30 °C. Temperaturabweichungen müssen dokumentiert und bewertet werden – mit dem Risiko, dass eine Charge für den therapeutischen Einsatz gesperrt wird.

Passive Pufferung ist in diesem Kontext kein Komfort, sondern eine Risikominimierungsmaßnahme – vergleichbar mit redundanten Alarmierungssystemen oder USV-Anlagen.

ThermoProtect

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Gerät, Sollwert und Abtauzyklus mitteilen – wir konfigurieren ThermoProtect so, dass Abtauung und Türöffnung die Alarmgrenze Hi −30 °C nicht mehr erreichen.

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