Warum sind Labortiefkühlgeräte besonders empfindlich?

Labortiefkühlgeräte im Bereich −20 °C bis −42 °C werden oft intensiv genutzt: Tägliche Zugriffe auf Proben, Reagenzien und Stammkulturen bedeuten häufige Türöffnungen. Jede Öffnung lässt wärmere Laborluft einströmen – und in Tiefkühlbereichen erholt sich die Temperatur deutlich langsamer als in Pluskühlbereichen.

Hinzu kommen kurze Stromausfälle oder Wartungsunterbrechungen, die in Laborumgebungen häufiger vorkommen als in klinischen Einrichtungen. Der geringere Beladungsgrad vieler Laborgeräte (im Vergleich zu vollständig befüllten Pharmaschränken) verstärkt den Effekt zusätzlich.

Hinweis zu Ultratiefkühlgeräten (−60 °C bis −86 °C): ThermoProtect ist für diesen Temperaturbereich nicht geprüft und wird für ULT-Geräte nicht empfohlen.

Welche Proben sind besonders gefährdet?

  • Nukleinsäuren (DNA, RNA) – Degradation beginnt bei Temperaturen über −20 °C, bei RNA noch früher
  • Zellkulturen und Stammzellen – Vitalitätsverlust bei unkontrolliertem Temperaturanstieg
  • Plasmaproben und Serumbanken – Proteindenaturierung und Enzymaktivierung bei Erwärmung
  • Reagenzien und Enzyme – Aktivitätsverlust bei teilweisem Auftauen
  • Klinische Biobanken – jede Probe einmalig, kein Ersatz möglich

Wie erkennt man, ob das eigene Gerät betroffen ist?

Direkte Anzeichen für problematische Temperaturschwankungen:

  • Temperaturlogger zeigt Spitzen nach Türöffnungen
  • Probenqualität verschlechtert sich über Zeit ohne erkennbare Ursache
  • Kompressor läuft fast durchgehend bei intensiver Nutzung
  • Probenqualität in unteren Regalbereichen schlechter als in oberen

Passive Pufferung als Schutzmaßnahme

PCM-Puffermodule stabilisieren die Probenzone bei Türöffnungen und kurzen Stromausfällen. Sie nehmen den Wärmeeintrag auf und geben Kälte verzögert zurück – die Temperatur bleibt stabiler, auch bei intensiver Nutzung.

ThermoProtect ist für Labortiefkühlgeräte im geprüften Bereich bis −42 °C konfigurierbar. Der Phasenwechselbereich wird nach unserer internen Auslegungsregel auf Ihren Sollwert abgestimmt – und verhindert Betauung der Module zuverlässig.

Praktische Empfehlungen für Labore

  • Temperaturlogger mit hoher Zeitauflösung (1-Minuten-Intervall) für mindestens 2 Wochen mitlaufen lassen – Muster bei Türöffnungen dokumentieren
  • Kritischste Proben in obere Regalbereiche lagern – dort ist der Temperaturanstieg bei Türöffnungen geringer
  • Zugriffe bündeln: Weniger, dafür gezieltere Öffnungen reduzieren die Gesamtbelastung
  • Regelmäßige Inspektion auf Reif- und Eisbildung – deutet auf häufige Türöffnungen oder Undichtigkeiten hin

Fazit: Temperaturschwankungen sind beherrschbar

Häufige Türöffnungen und kurze Stromausfälle sind in Laborumgebungen unvermeidbar. Passive Pufferung reduziert die Auswirkungen auf die Probenzone – ohne Gerätetausch, ohne Umbau, im geprüften Bereich bis −42 °C.

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