Kann man Arzneimittel einfach im Haushaltskühlschrank oder Getränkekühler lagern? Wir erklären die entscheidenden Unterschiede.
Autor: Nina Rest DKGP · 12. Dezember 2020
Ende 2020 wurde in allen Medien über die speziellen Ultratiefkühlschränke berichtet, die für mRNA-Impfstoffe benötigt wurden. Gleichzeitig stellte sich für viele Apotheker und Hausärzte die grundsätzlichere Frage: Welches Kühlgerät ist für die tägliche Arzneimittellagerung wirklich geeignet?
Es gibt in Österreich und Deutschland keine gesetzliche Verpflichtung zum Einsatz von speziellen Medikamentenkühlschränken nach DIN 58345 bzw. ÖNORM K 2040. Man darf also grundsätzlich jedes Kühlgerät zur Arzneimittellagerung verwenden. Doch ist das auch empfehlenswert?
Ausgelegt auf Lebensmittellagerung. Verschiedene Temperaturzonen gewollt (Butter streichfähig, Gemüse frisch). Bei häufigen Türöffnungen entstehen große Temperaturschwankungen. Keine Alarmsysteme bei Netzausfall.
Ausgelegt auf stabile +2 … +8 °C im gesamten Innenraum. Sicherheitsthermostat verhindert Einfrieren. Akustischer/optischer Alarm bei Netzausfall (min. 12 h). Desinfektionsmittelbeständig.
Auch Haushaltskühlschränke sind mit hochwertiger Kühltechnik und moderner Elektronik ausgestattet. Doch trotz vorhandener Umluftkühlung und intelligenter Regeltechnik können im Innenraum große Temperaturunterschiede von bis zu 4–5 °C herrschen. Das ist prinzipiell gewollt – für Lebensmittel. Für Arzneimittel ist es problematisch.
Wenn kein spezieller Medikamentenkühlschrank nach DIN 58345 oder ÖNORM K 2040 eingesetzt wird, empfiehlt der österreichische Pharmagroßhandel:
Die GDP gibt vor, dass auf allen Stufen der Distribution (Großhandel, Apotheke, niedergelassener Arzt) das First-in-First-out-Prinzip angewendet werden soll und alarmgesicherte Medikamentenkühlschränke (ÖNORM K 2040 / DIN 58345) empfohlen werden.
Egal ob Medikamenten- oder Haushaltskühlschrank: Bei einem Stromausfall steigt die Temperatur schnell an. ThermoProtect PCM-Kältepuffer puffern diese Wärmeeinträge passiv ab und verlängern die sichere Haltezeit erheblich – ohne Strom, ohne Elektronik. Mehr dazu: PCM-Technologie.
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