Spikevax von Moderna war der zweite in der EU zugelassene mRNA-Impfstoff. Alles über die besonderen Handhabungs- und Lagerungsanforderungen für Apotheken und Hausärzte.
Autor: Nina Rest DKGP · 19. Juli 2022
Seit Januar 2021 darf der Moderna-Impfstoff (Covid-19 Vaccine Moderna, heute: Spikevax) in der EU geliefert und verimpft werden. Die Europäische Arzneimittelaufsicht (EMA) hat ihn als zweiten Impfstoff gegen Covid-19 zugelassen.
Spikevax ist ein mRNA-basierter Impfstoff. Die mRNA enthält den „Bauplan" für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavirus SARS-CoV-2. Durch die Impfung gelangt dieser Bauplan über winzige Fettpartikel (Lipid-Nanopartikel) in die Körperzellen, die dann vorübergehend das Corona-Protein (S-Protein) herstellen, bevor der Bauplan abgebaut wird.
| Lagerungsart | Temperatur | Dauer |
|---|---|---|
| Langzeitlagerung (Gefrierschrank) | −25 °C bis −15 °C | bis 9 Monate |
| Transport tiefgekühlt | ca. −50 °C bis −15 °C | Logistikphase |
| Kurzlagerung (Medikamentenkühlschrank) | +2 °C bis +8 °C | bis 30 Tage |
| Nach Anbruch | +2 °C bis +25 °C | max. 6 Stunden |
In Österreich erfolgt die Verteilung durch den Pharmagroßhandel, der auf die herkömmliche Kühllogistik setzen kann. Weitere Studien belegen, dass der mRNA-Impfstoff von Moderna im Medikamentenkühlschrank bei +2 °C bis +8 °C bis zu 30 Tage stabil bleibt. Die Verwendung alarmgesicherter Medikamentenkühlschränke nach ÖNORM K 2040 bzw. DIN 58345 wird empfohlen.
Achtung: Wenn im Zusammenhang mit der Lagerung von Arzneimitteln von „handelsüblichen Kühlschränken" gesprochen wird, ist nicht die Rede von Haushaltskühlschränken. Unter handelsüblich ist in diesem Kontext gemeint, dass man standardisierte Medikamentenkühlschränke verwenden kann.
Auf allen Stufen der Distribution mögen folgende Prinzipien angewendet werden: First in, First out. Die Temperaturüberwachung jeder Charge mit kalibrierten Sensoren ist Pflicht. Moderne Monitoring-Systeme zeigen auf einen Blick alle Betriebsdaten und schlagen sofort Alarm bei Unregelmäßigkeiten.
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