Mit Impfstoffen soll eine Immunität gegen die Erreger bestimmter Infektionskrankheiten aufgebaut werden. Ihre Wirksamkeit hängt entscheidend von der lückenlosen Einhaltung der Kühlkette ab – vom Hersteller bis zur Verabreichung.

Grundlegende Anforderungen an die Impfstofflagerung

Kühlpflichtige Arzneimittel – auch Impfstoffe – sollen gemäß dem Europäischen Arzneibuch bei Temperaturen zwischen +2 °C und +8 °C gelagert werden. Kühlkettenpflichtige Impfstoffe (z.B. Lebendimpfstoffe) dürfen diese Kühlkette unter keinen Umständen unterbrechen.

GDP-Anforderungen auf allen Distributionsstufen

Die Gute Distributions Praxis (GDP) gibt vor, dass auf allen Stufen der Distribution folgende Prinzipien angewendet werden sollen:

First in, First out – ältere Chargen zuerst verwenden
Lückenlose Temperaturaufzeichnung und Dokumentation
Alarmgesicherte Medikamentenkühlschränke nach ÖNORM K 2040 / DIN 58345
Regelmäßige Kalibrierung der Temperatursensoren
Überwachung jeder Charge mit Temperatursensoren beim Transport

Gefriergeräte für Impfstoffe

Gefriergeräte, die für die Impfstofflagerung eingesetzt werden, müssen ganz bestimmte Anforderungen erfüllen. Ein herkömmliches Haushaltsgerät oder ein Universal-Gefriergerät kann den vorgegebenen Temperaturbereich nicht zuverlässig einhalten – der Einsatz solcher Geräte ist nicht zulässig.

Für mRNA-Impfstoffe wie Spikevax (Moderna) werden Gefrierschränke im Bereich −25 °C bis −15 °C benötigt. Für die Langzeitlagerung kommen Ultratiefkühlschränke (bis −86 °C) zum Einsatz. Lesen Sie mehr: Spikevax Impfstoff richtig lagern und Comirnaty Impfstoff richtig lagern.

Temperaturdokumentation und SmartMonitoring

Moderne Temperaturüberwachungssysteme zeigen auf einen Blick alle Betriebsdaten des Kühlgerätes und schlagen sofort Alarm, wenn eine Unregelmäßigkeit auftritt. Sie erledigen außerdem Dokumentationsaufgaben, die für die Einhaltung von Qualitätsrichtlinien wichtig sind.

Passive Pufferung als zusätzliche Sicherheitsschicht

ThermoProtect PCM-Kältepuffer sind eine bewährte Ergänzung zu jedem Überwachungssystem. Sie puffern Temperaturschwankungen bei Türöffnungen passiv ab und verlängern die Haltezeit bei Stromausfällen erheblich – ohne Strom, ohne Wartung, ohne Ausfallrisiko. Mehr dazu: PCM-Technologie.

Quellen & Nachweise

  • WHO – Vaccine Management Handbook: How to monitor temperatures in the vaccine cold chain (WHO/IVB/15.04): who.int
  • WHO – Temperature sensitivity of vaccines (WHO/IVB/06.10): who.int
  • Kühlpflichtverordnung, BGBl. II Nr. 247/2010 (Transport und Lagerung in Österreich): ris.bka.gv.at
  • European Medicines Agency (EMA) – Guideline on the declaration of storage conditions: ema.europa.eu

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